Posts Tagged ‘subkultur’

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hai&fish Verlag // Fanzines + Undergroundkunst

August 2, 2010

Anno 2004 gründete sich der hai&fish Verlag. Die Idee der Gebrueder Tomsons ihre inneren Welten auf´s Papier zu bringen und im kleinen Kreise zu verteilen fand direkt großen Anklang. Im selben Jahr noch trat ich bei, zeichnete was das Zeug hielt und beteiligte mich auch viel an der Produktion und am Verkauf. Mein erstes Zine (ein Undergroundmanga namens „Slave“, den ich noch unter dem Namen SHI SEIRITAI veröffentlichte), der sehr kritisch auf meine Umwelt ausgelegt war und in dem ich einfach allen einen Rundumschlag verpassen wollte, wurde auch sehr schnell publik. Zumal ich sogar eine Klassenkonferenz bekam, da die Inhalte den Lehrern zuwider waren. Sie haben es einfach nie verstanden… Dies war für mich natürlich der größte Ansporn weiter zu machen. Auch immer mehr kreative Köpfe aus meinem Bekannten- und Freundeskreis schlossen sich an und somit wuchs die Anzahl des zu verbreitenden Materials. Nach einigen Jahren machte uns die Arbeit allerdings zu schaffen: Persönliche Krisen, kreative Flauten, zu viele Unkosten. Der Mythos und die Idee leben jedoch weiter. Irgendwo in den Tiefen des Internets findet man auch noch das ein oder andere Zine aus unserem Fundus. Heute habe ich mir die Mühe gemacht und unser Archiv aufgeräumt und sortiert. Sowohl analog als auch digital. Das Ergebnis ist eine gefühlt endlose Liste an Material, dass uns immernoch zur Verfügung steht und jeder Zeit vervielfältigt werden kann. Leider habe ich die Cover noch nicht einscannen können, aber das werde ich bald nachholen, damit man einen Eindruck gewinnen kann.

Unser Zine-Archiv kann also nun endlich hier eingesehen werden und bei Intresse drucken wir auch immer noch für 2,- (+ Porto) jeweils ein Exemplar.

Zinearchiv hai&fish

Leider sind uns einige Druckvorlagen abhanden gekommen. Falls noch jemand z.B. „Quest or Die“, „Tod oder Freiheit“ oder ein anderes nicht aufgelistetes Zine besitzt, wäre es super, wenn wir noch einmal davon eine Kopie machen dürften. Auch fehlen mir einige Daten (Hauptsächlich Erscheinungsjahr). Wenn sich die jeweiligen Autoren noch daran erinnern könnten, wäre das auch echt super. Hinterlasst mir einfach eine Nachricht auf meinem Blog. ^.^

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Lopkowitz meets Sora Kaze // Jugendabfuck?

Mai 17, 2010

Da soll man meinen wenn Pinkpunk-Schauspiel-Fetz auf Rainbowgothic-Designer-Queen trifft wäre die absolute Partyhölle losgebrochen. Ein Inferno aus Eddings und Glitzer gepaart mit exzessiven Alkoholkonsum, tanzen bis das Make-Up brennt, pogen bis auch der letzte Knochen gebrochen ist und einer riesigen Schlacht aus hochqualitativem verbalem Non-Non-Sense, der die verwirrten Gedanken der Untergrundkünstler zu neuen obskuren Projekten streben lässt. Doch diesmal ist es wie immer: Anders als erwartet! Anstatt uns selbst und die neue Generation ohne Zukunft zu feiern auf den vollgekotzen Laufstegen der gängigen Partyrealität, müde das Bier durch Gasmasken trichternd unsere Jugendzeit zu verschwenden mit abnormen Fantasien dem Exitus entgegen schreitend, haben wir es uns doch anders überlegt:

Neben vielfältigem Amusement ist das leibliche Wohl immernoch ein wichtiges Element um die Depressionen der Generationen zumindest zeitweise abzuschwächen und einem wenigsten die wenigen Minuten des Genusses zu erübrigen, die sich ja sonst sehr rar halten.

Da machten wir einfach Sushi!

Man kann kaum glauben, dass die Zubereitung und der Verzehr von nicht alltäglichen Lebensmitteln eine so positive Auswirkung auf die Stimmungslage hat und noch dazu muss man „Tain Kim Heng“ danken, dass auch der Geldbeutel ein freundliches Lächeln zum Abschied hinterließ, denn die Kosten für die produzierte Masse waren gerade einmal ein Zehntel von dem, was das japanische Restaurant einem dafür abverlangt hätte. 3 riesige Platten kreierten wir in unserem jugendlichen Leichtsinn und hatten uns damit natürlich wiede gnadenlos übernomen. Das resultat waren verdammt volle Bäuche und tränende Augen vom Wasabi, jedoch bereuen wir nichts! Sinnloses vernichten von schmackhaften Lebensmitteln, jawohl, verschwenderisch, exzessive und absolut glücklich damit! Zum Beweis unserer absoluten Völlerei hier ein paar typische Handyfotos, die unsere Ergebnisse repräsentieren sollen:

Und wie es nicht anders zu erwarten ist reichte das Ganze natürlich nicht aus um unsere Gier zu stillen unseren Aufmerksamkeitsdrang zu besänftigen, wir gingen viel weiter noch:

Das klassische Absturzmedium Nr. 2, der Rechner, war wie gewöhnlich Herr über uns. Wir konnten uns seiner Macht nicht entziehen und mussten immer wieder diese brutalen Ballerspeile spielen. Sinnlos kleine Würmer mit heiligen Granaten sich bewerfen lassen bis letzendlich ihre toten Leiber zu Grunde gingen an der bösartigen Strategie von nichtsahnenden Jugendlichen. Unser Aggressionstrieb lies uns immer weiter töten, immer mehr Würmer mussten die Pixelunterwelt besuchen und auf unseren selbst erstellten Maps einen Ausweg suchen nicht sofort ihr Grab zu finden. Man mag meinen, dass diese gewaltverherrlichenden Spiele uns doch abschrecken müssten, doch die Sucht nach Selbstverwirklichung in virtuellen Realitäten nimmt Überhand. Man selbst ist und bleibt ein Wurm, der sich versucht mit seinem Minigewehr den Weg nach oben zu ebnen in der Hoffnung nicht von einem Luftangriff getroffen zu werden.

Ein Auszug unserer Horrorszenarien (zum Schutz der Würmer und der Jugend nur die Map):